Die Geschichte einer Mutter nach der schweren Impfreaktion ihres Kindes
Joette Calabrese,HMC,CCH,RSHom
Veröffentlicht in Wise Traditions, Winter 2010, „Die Politik der Ernährung“
Vor fast dreißig Jahren arbeitete ich bei NBC als Kundenberater. Es war eine interessante Arbeit, da ich hautnah miterlebte, wie die amerikanische Wirtschaft funktioniert. Einer meiner wichtigsten Kunden war Pepsi Cola. Ich hatte zwar nie direkten Kontakt zu den Mitarbeitern von Pepsi Cola, pflegte aber eine gute Zusammenarbeit mit deren Werbeteam in Chicago. Dieser Kunde war, wie wir in der Fernsehbranche sagten, ein absoluter Dauerkunde. Das bedeutete, dass ich auf die regelmäßigen Ausgaben von Pepsi Cola für unseren Fernsehsender angewiesen war, um mein monatliches Budget zu decken. An einem Dienstagmorgen klingelte das Telefon in meinem Büro. Es war der Mitarbeiter von Pepsi Cola, der unsensibel und streng sagte: „Nehmen Sie den Spot aus dem Programm.“ „Was soll aus dem Programm genommen werden?“, fragte ich.
„Ihre gestrige Reportage über die schädlichen Auswirkungen von Zucker auf die Gesundheit von Kindern darf nicht wiederholt werden, sonst entziehen wir Ihrem Sender das Budget und verteilen es auf die anderen Fernsehsender in der Region.“
Mir war nicht bewusst, dass unsere Nachrichtenredaktion einen Beitrag produziert hatte, der am Vorabend ausgestrahlt worden war und nun vier weitere Abende in Folge als Ergänzung zum Abendprogramm laufen sollte. Ich hatte nur eine vage Vorstellung davon, was die Nachrichtenredaktion abends sendete, doch diese Anzeigenvertreterin achtete sehr genau auf die Interessen ihrer Firma.
Erlauben Sie mir, mich um Verzeihung zu bitten. Damals hatte ich keinerlei Verständnis für Ernährung, insbesondere nicht im Hinblick auf Kinder. Ich war selbst noch keine Mutter und dachte, wenn eine Mutter ihren Kindern keine Limonade geben wollte, kaufte sie diese einfach nicht. Mir war nicht bewusst, wie allgegenwärtig Zucker, Konservierungsstoffe und Farbstoffe im Leben von Kindern sind. Ich begriff nicht, dass es nicht ausreicht, wenn Eltern ihren Kindern diese Getränke einfach verweigern. Inzwischen weiß ich, dass Kinder erst damit in Berührung kommen, wenn sie das Elternhaus verlassen. Es sind die Hockeytrainer, Lehrer und die Schulleitung, die die Getränkeautomaten auf den Fluren zulassen, andere Eltern auf Partys, sogar die Großeltern. Daher war mir nicht klar, wie wichtig es ist, die Öffentlichkeit über die schädlichen Auswirkungen von Getränken wie Pepsi-Cola aufzuklären.
Meine Reaktion auf den Anruf am Dienstagmorgen entsprach genau den Erwartungen des Vertriebsmitarbeiters. Ich weckte umgehend meinen Chef, meinen Verkaufsleiter. Er hatte mehr Einfluss, als mir selbst bewusst war, wie sein entschlossener Schritt auf die andere Seite des Gebäudes, wo der Nachrichtenchef saß, deutlich zeigte. Der Verkaufsleiter forderte genauso unmissverständlich wie der Vertriebsmitarbeiter: „Die Sendung muss abgesetzt werden.“
Trotz der Proteste der Nachrichtenredaktion blieb mein Vertriebsleiter unnachgiebig. Er wusste um seine Machtposition; die Vertriebs- und Marketingabteilung hatte immer das letzte Wort gegenüber der Nachrichtenredaktion. Daher wurde der Beitrag tatsächlich aus dem Sendeplan genommen und die Filmrolle mit den Warnungen vor Zucker im Müll entsorgt.
Damals betrachtete ich diese Anekdote als lehrreiches Beispiel für die Funktionsweise von Unternehmen. Erst viele Jahre später, als ich selbst eine Familie gründete, wurde mir die Tragweite solcher Entscheidungen für die Gesellschaft bewusst.
Erlauben Sie mir, zu betonen, dass ich das System der freien Marktwirtschaft schätze. Es ist für mich selbstverständlich, dass der Fernsehsender jedes Recht hat, die Wünsche seiner Werbekunden zu erfüllen. Das ist wirtschaftlich sinnvoll. Wenn wir die freie Marktwirtschaft wertschätzen, müssen wir damit rechnen, dass solche Vereinbarungen an der Tagesordnung sind. Tatsächlich befand sich dieser NBC-Sender im 29. größten Markt des Landes. Das bedeutete, dass ähnliche Anweisungen in mindestens 28 anderen, größeren Märkten, an die beiden anderen angeschlossenen Sender sowie an die unabhängigen Sender im ganzen Land ergingen. Eines war völlig klar: Die Fernsehzuschauer wurden im Sinne der Werbetreibenden beeinflusst.
Nun, ich frage Sie: Ist das schockierend? Auf den ersten Blick mag man das bejahen. Doch wenn unsere Regierung solche Botschaften regulieren würde, welche Garantie hätten wir dann, besser geschützt zu sein? Schließlich ist es unsere Regierung, die uns die fehlerhafte Ernährungspyramide, fragwürdige Impfvorschriften und Rohmilchbestimmungen aufgezwungen hat. Und wahrscheinlich noch perfider: Sie hat die Bürger glauben lassen, dass eine bestimmte Praxis sicher sein muss, wenn sie von der Regierung erlaubt ist. Können wir staatlichen Regulierungen und denen, die sie erlassen, wirklich vertrauen, dass sie bessere Entscheidungen treffen als die Diktate der Großkonzerne?
Ich glaube, der Kernpunkt ist derselbe, den die Weston A. Price Foundation seit über einem Jahrzehnt vertritt: Wir müssen uns weiterbilden. Die Botschaft im ganzen Land lautet: Bleibt informiert, studiert, lernt. Wir müssen lesen, unkonventionell denken und mutig andere dazu anleiten. Wir müssen Gruppentreffen abhalten, mit unseren Schulen und Politikern sprechen, aber vor allem müssen wir uns unseren Familien gegenüber verpflichten. Unsere erste Verantwortung gilt unseren Kindern und Enkelkindern.
Was hat das mit Homöopathie zu tun? Wenn Sie mit mir in meiner Lebensgeschichte ein paar Jahre vorspulen, kann ich Ihnen erzählen, wie sich meine Denkweise noch weiter weiterentwickelt hat – von einer Marketingleiterin in einem Konzern über eine homöopathische Mutter bis hin zu einer Praktikerin und Ausbilderin.
Da sich mein Gesundheitszustand um diese Zeit verschlechterte, begann ich, mich intensiv mit Naturheilkunde auseinanderzusetzen. Ich war so fasziniert von dem, was ich über natürliche Heilmethoden, natürliche Erziehung und natürliche Ernährung lernte, dass ich alles mied, was mit Konzernen und Regierungen zu tun hatte. Ich klebte mir sogar einen Aufkleber mit der Aufschrift „Schalte deinen Fernseher aus“ auf mein Auto. Doch ich hatte nur teilweise Recht.
Als unser Erstgeborener gerade mal sechs Wochen alt war, ging ich mit ihm zur Vorsorgeuntersuchung zum Kinderarzt. Vor der Geburt unseres Sohnes hatte ich mit ihm gesprochen und ihm klargemacht, dass mein Mann und ich uns noch nicht entschieden hatten, ob und wann wir unser Baby teilweise oder vollständig impfen lassen wollten oder ob wir die Impfungen verschieben wollten. Während der Kinderarzt unseren gesunden Jungen untersuchte, kam die Krankenschwester herein und gab ihm flink etwas in den Mund. „Was war das?“, keuchte ich. „Ach, nur seine Polio-Impfung“, antwortete sie beiläufig. Polio-Impfung?! Aber ich hatte doch deutlich gemacht, dass wir die Impfungen zumindest verschieben würden! Zu spät, er hatte das Zeug schon geschluckt.
Zwei Tage später bekam meine gesunde, muntere sechs Wochen alte Tochter plötzlich 40,5 Grad Fieber, war apathisch und trank kaum noch. Mir war klar, dass unser Baby bei einem erneuten Arztbesuch mit Antibiotika und Schmerzmitteln vollgepumpt werden würde. Unser Kleiner hätte dann die Impfung, 40,5 Grad Fieber und zusätzlich noch Antibiotika und Schmerzmittel im Körper. Die möglichen Folgen wuchsen in meinem Kopf immer weiter.
Ein paar Monate vor der Geburt unseres Sohnes hatte ich einen Kurs über die Anwendung von Homöopathie zu Hause begonnen. Ich hatte mir ein einfaches Buch, eine Audio-CD und ein Homöopathie-Set gekauft. Dank dieser rudimentären Kenntnisse wagte ich einen mutigen Schritt. Ich beschloss, mit meinem schwachen und fiebernden Neugeborenen nicht mehr zum Arzt zu gehen, sondern selbst herauszufinden, was zu tun war und ihn zu behandeln.
Ich las das neue Homöopathiebuch mit meinem Sohn auf dem Arm und studierte es Seite für Seite. Es enthielt nichts über Impfreaktionen, aber das Kapitel über Fieber beruhigte mich. Ich vertiefte mich in die Differenzialdiagnosen der wichtigsten Mittel. War es Belladonna oder Sulfur? Vielleicht war Hepar sulfuris das beste Mittel. Aus Stunden wurden fast zwei Tage, in denen mein Sohn immer noch hohes Fieber und starke Abgeschlagenheit hatte, bis ich schließlich meine erste mutige Entscheidung traf.
Wenn ich heute auf diese Entscheidung von vor etwa 23 Jahren zurückblicke, erinnere ich mich nicht mehr genau, warum ich mich für Schwefel 30 entschieden habe; es war eher eine spontane Schlussfolgerung. Aber ich kann Ihnen sagen, dass es geholfen hat. Und ich meine nicht nur teilweise oder gar nicht. Meine Mutter und meine beste Freundin waren bei mir in der Küche, als ich nach langem Hin und Her meinem Baby schließlich die vier kleinen Homöopathie-Globuli in den ausgetrockneten Mund gab und ein Ave Maria sprach.
Bis heute erinnert sich meine Mutter an den wundersamen Wendepunkt, der unser Baby gesund werden ließ. „Ich wollte, dass Joette ihn ins Krankenhaus oder zum Arzt bringt, aber sie blieb standhaft, und ich konnte nur voller Sorge zusehen.“ Keine dreißig Minuten später erlebten meine Mutter, eine Freundin und ich seine vollständige Genesung. Mein kleiner Schatz blickte mich an, trank zum ersten Mal seit über zwei Tagen wieder, wurde in meinen Armen wieder fest, und das Fieber verschwand wie von Zauberhand! Nicht nur gemildert, nicht unterdrückt oder gedämpft; es war einfach weg. Für immer. Nicht wieder, nicht einmal Monate oder Jahre später. Es gibt Momente im Leben einer Mutter, in denen man sich fragt, ob ein Schutzengel über einem schwebt. Dies war einer dieser Momente.
Ich hatte erfolgreich eine Impfreaktion mit einem sieben Dollar teuren homöopathischen Mittel und einem preiswerten Buch behandelt. Zu sagen, ich sei bekehrt und motiviert gewesen, wäre eine Untertreibung. Die Reaktion war so überzeugend, dass ich diese Medizin einfach ernst nehmen musste. Durch dieses eine Erlebnis wurde die Homöopathie zu meiner Lebensleidenschaft. In der Folge erfuhr ich, dass Homöopathie tatsächlich immer wieder Impfreaktionen heilt, und es gibt sogar medizinische Fachbücher und ganze Kurse zu diesem Thema, die ich selbst im Rahmen meines Aufbaustudiums belegt habe.
So war ich sofort Feuer und Flamme für das Thema Homöopathie. Es gab nicht genug Bücher, Kassetten und Artikel, um meinen Wissensdurst zu stillen. Nach jahrelanger Praxis und zahlreichen Abschlüssen und Zertifizierungen ist es nun meine Leidenschaft, andere zu unterrichten, damit Mütter erkennen, dass sie die Heilerinnen in sich tragen. Habt ihr das gehört? Heilung liegt in den Händen von Müttern.
Wenn Konzerne Limonaden legalisieren, die Medien permanent werbeorientiert berichten, der Staat unsere Lebensmittelwahl reguliert und Pharmaunternehmen die Zulassung für ihre Impfstoffe erhalten, ist es Zeit, unseren eigenen Weg zu finden. Ein glückliches und erfülltes Leben führen wir am besten selbst, ohne uns von fremden Vorgaben einschränken zu lassen. Wir müssen unsere geistige Gesundheit, unsere Kinder und unsere Rechte schützen.
Vielleicht interessiert es Sie zu erfahren, dass unser Sohn, der heute mit 23 Jahren kerngesund ist, seit jenem denkwürdigen Tag nie wieder einen Arzt aufsuchen musste.
WAS KÖNNEN SIE TUN?
Wir müssen unsere Kinder wie Löwinnen verteidigen. Ich möchte außerdem betonen, dass ich den Begriff „Mutter“ für jede Person verwende, die liebevoll für einen anderen Menschen sorgt. Dasselbe gilt für die „Mütter“ von Freunden oder Haustieren. Hier sind meine Strategien, um in Ihrem Zuhause zur Heilerin zu werden:
- Schützen Sie stets Ihr Denken. Wenn Ihnen gesagt wird, dass Antibiotika die einzige Behandlungsmöglichkeit bei einer Ohrenentzündung oder Fieber sind, lernen Sie so viel über Homöopathie, dass Sie sich nicht nur selbst vom Gegenteil überzeugen, sondern auch anderen zum gleichen Erfolg verhelfen können.
- Schaffe Distanz zwischen deiner gewählten Erziehungsmethode und denen, die deine Entscheidung kritisieren. Das bedeutet nicht, dass du Familie und Freunde aus deinem Umfeld verbannen sollst. Vielmehr solltest du dir ausreichend Wissen aneignen, um deine Familie vor negativen Einflüssen zu schützen.
- Lernen Sie grundlegende Strategien der Homöopathie und tauschen Sie sich mit anderen Homöopathen aus. Das kann bedeuten, einer Homöopathie-Lerngruppe beizutreten oder selbst eine zu gründen. (Siehe den kostenlosen monatlichen Newsletter und Blog unter www.homeopathyworks.net.) Sobald Sie die Grundlagen beherrschen, sollten Sie nicht aufhören. Die Homöopathie verfügt über einen umfangreichen Fundus an medizinischer Literatur aus aller Welt, aus dem Millionen von Müttern ihr Wissen bezogen haben.
- Nutze die Kritiker als Ansporn. Denk daran: Die beste Belohnung ist ein erfülltes Leben. Heile einem Hund eine Ohrenentzündung, behandle einen Nachbarn nach einem Bienenstich, hilf deinem Partner, Schlafstörungen und Ängste zu überwinden. Bewaffne dich mit homöopathischen Mitteln, um dein Leben in Schwung zu bringen, sodass andere dein Können schließlich erkennen werden.
- Setzen Sie eiserne Willenskraft ein. Bleiben Sie konsequent auf Kurs. Sich nur anzupassen, bringt weder Ihnen noch Ihrer Familie etwas. Halten Sie sich durch Wissen und Informationen auf dem Laufenden. Nutzen Sie Lerntechniken, indem Sie Ihre Zeit clever einteilen. Laden Sie Kurse auf Ihren Zune herunter und lernen Sie mit CDs. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, sonst ungenutzte Zeit in Ihrem vollen Terminkalender sinnvoll zu nutzen. Ständiges Lernen und die Bestätigung Ihrer Überzeugungen werden Sie an Ihren Zielen festhalten lassen.
Wenn Sie Großeltern oder Urgroßeltern werden, wünsche ich Ihnen von Herzen, dass Sie mit einem zufriedenen Lächeln auf Ihr Leben zurückblicken und sich bewusst machen können, was Sie selbst bewirkt haben. Tragen Sie den Kopf erhoben und sagen Sie: Ich habe meine Familie großgezogen. Ich habe meiner Familie geholfen. Ich habe Freunden und Nachbarn geholfen, weil ich meine gottgegebene Intelligenz genutzt und Zeit in ein erfülltes Leben investiert habe. Wenn Sie dann eine Werbung für Pepsi Cola oder eine Plakatwerbung für einen Grippeimpfstoff sehen, können Sie lächeln, im Wissen, dass Ihre Kraft in Ihrem festen Wissen lag.