In den letzten Jahren hat sich das Denken über Gesundheit und Medizin grundlegend gewandelt. Die Öffentlichkeit fordert eine sinnvolle Medizin. Intelligente Menschen fragen sich: „Wenn die Schulmedizin wirklich wirksam ist, warum gelten Antibiotika, die Eckpfeiler der konventionellen Medizin, heute als so gefährlich?“ Und: „Warum sind die Schulklassen voller Kinder mit Asthma und ADHS, wo diese doch noch vor einer Generation selten waren?“ Aus solchen Bedenken erwächst der Trend zu einer ganzheitlicheren Sichtweise.
Der dem Holismus zugrunde liegende Gedanke ist, dass wir alle ein integriertes Ganzes sind; wir sind nicht in einzelne Teile zersplittert, die in verschiedene spezifische Krankheiten oder Diagnosekategorien fallen.
Die Homöopathie betrachtet den Menschen als Ganzes. Dabei werden sein mentaler Zustand, einschließlich seiner vorherrschenden Gedanken, seine Emotionen wie Stimmungen, seine körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen und sein allgemeiner Zustand wie die Körpertemperatur berücksichtigt. Gesundheitlicher Erfolg setzt voraus, dass all diese Bereiche einbezogen werden, sonst kann keine vollständige Genesung erreicht werden.
Ob wir es bemerken oder nicht, unsere Gesundheit hängt eng mit unseren Gedanken und Gefühlen zusammen. Diese Symptome müssen beobachtet und zur Bestimmung des richtigen Heilmittels herangezogen werden. In den meisten Fällen tritt die Heilung nur ein, wenn wir uns an diese Grundregel der klassischen Homöopathie halten.